Ein neuer Trend macht sich in der Retroszene breit – es ist die Rede von Discord, der nun dem Messenger Skype und dem Voicechat Teamspeak die Stirn bietet. Skype war jahrelang der dominierende Messenger, der szenenübergreifend von vielen Mitgliedern der Retroszene genutzt wurde. Bewerbungsgespräche, Team-Chats, geschäftliche Gespräche und normale Konversationen hatten seit 2013 primär in Skype stattgefunden. Es gilt noch heute als Kommunikationsmittel für die Szene.

Skype selbst gewann erst ab 2013 Bedeutung für die Retroszene. Sein Vorgänger in der Szene war der Windows Live Messenger (MSN), der in den vorherigen Jahren als Messenger für Kommunikation untereinander genutzt wurde. Sein damals größter Konkurrent: Skype, der neben MSN auch schon vereinzelt in der Szene genutzt wurde. Skype wurde im Jahr 2011 letztlich von Microsoft, dem Hersteller des Windows Live Messengers, gekauft und weiter vermarktet. Ende 2012 gab es dann die Entscheidung, dass man MSN und Skype miteinander fusionieren wolle. Diese Meldung sorgte für großes Unbehagen und große Kritik. Die Fusion wurde letztlich im April 2013 vorgenommen. Seitdem haben alle Skype- und ehemaligen MSN-Nutzer einen Microsoft Account und nur einen Messenger: Skype. Doch die Entwicklung ließ zu Wünschen übrig – neben kleineren Updates und Optimierungen gab es nie die große “Revolution“, die Skype verbesserte oder von anderen Messengern abhebte. 

Discord macht vieles anders

Discord selbst hat einen erstaunlich selbstbewussten Slogan It’s time to ditch Skype and TeamSpeak. Denn Discord ist sozusagen NextGen – die Zukunft und hat sich erstaunlich schnell ausgeweitet. Das Beste: Es ist vollkommen kostenlos. Wer Teamspeak nutzt, muss beispielsweise seinen eigenen Voiceserver und die dazugehörigen Slots mieten. Doch Discord ermöglicht einem dies alles kostenlos. Weitere Vorteile sind, dass Discord weitaus übersichtlicher ist und benutzerfreundlicher denkt. Hauptsächlich wurde Discord für Gamer entwickelt, die sich auch im Spiel untereinander unkompliziert unterhalten wollten. Ein wesentlicher Pluspunkt – die Entwickler selbst sind zum Großteil leidenschaftliche Gamer und kennen die Szene und ihre Bedürfnisse. 

Jeder Nutzer kann seinen eigenen Discordserver erstellen und dort Administrator sein. Man kann Freunde, Leute und Bekannte einladen, und mit ihnen chatten und sprechen. Dabei lässt Discord einem essentielle Freiheiten für die Einrichtung des Servers: Man kann selbst Rechte und Ränge vergeben, Kategorien und Channels erstellen und vieles mehr. Das alles löst die herrkömmlichen Gruppenkonversationen in Skype, die ohnehin unübersichtlich sind, ab. 

Auch die Retro Hotels haben dies wahrgenommen. Live-Hotel, HabboST, HoloWS und Jabbo sind bereits auf Discord umgestiegen bzw. betreiben ihren eigenen Discordserver. Das HuBBa Hotel kam vor wenigen Tagen dazu, auch RetroTimes hat seinen eigenen Discordserver. Um diesen Servern beizutreten, benötigt man einen Einladungslink, den die Hotels auf ihrer Homepage verbreiten. Das Zeitalter Skype neigt sich langsam aber sicher dem Ende

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