8. August 2016 0 Kommentare AllgemeinRetro HotelsThrowbacks

DDoS-Angriffe als lächerliche Vergeltung: Großes Problem?

DDoS-Attacken sind in der Retroszene keine Seltenheit mehr und gehören mittlerweile zum Alltag für die meisten Hotelbesitzer, die ein größeres Retro Hotel haben. Als wären die Serverkosten ohnehin nicht schon hoch genug, fühlen jene sich nun immer mehr dazu gezwungen, in Schutzmaßnahmen zu investieren, die die sogenannten Distributed Denial of Service (DDoS) Attacken möglichst erfolgreich filtern.

Das Resümee daraus ist ersichtlich: Wer nicht die nötigen finanziellen Mittel hat, ist der Konkurrenz oftmals unterlegen, wenn diese derartig unfaire Mittel zu Gebrauch zieht. Dies trifft gerade bei neueren Retro Hotels zu, die diese finanzielle Sicherheit durch etwaige Werbeeinnahmen noch nicht haben. Das Newcomer Hotel HeroFire (Link) beispielsweise wurde so schon während der Eröffnung in die Knie gezwungen, ähnlich wie heute Abend, nachdem die Community in einem anderen Retro Hotel geworben hat.

Vergeltungssuche mit DDoS nach Werbeaktionen

In letzter Zeit tritt es immer häufiger auf, dass Retro Hotels während einer Werberunde Opfer einer DDoS-Attacke werden. Das HabboRE von Dogus, welches mittlerweile geschlossen wurde, hat offenbar andere Hotels strategisch mit DDoS-Attacken lahmgelegt, nachdem dort geworben wurde. Es liegen Schreiben vor, in welchen der damalige Techniker des HabboRE den fremden Werbeleitern ankündigt, deren Hotel zu „downen“, wenn man weiter werben würde. Gleichzeitig berichten Quellen, dass das HobbaST – ebenfalls ein Newcomer – ähnliche Maschen zu Rate zieht. Das HeroFireORG wurde kurz nach einer Werbeaktion im HobbaST von einer DDoS-Attacke überrascht und ging somit offline. Auch hierbei handelt es sich nicht um einen Einzelfall.

HobbaST Projektleiter Hazed im Hotelchat.

Effektiver DDoS Schutz?

Lange galt beispielsweise der Anbieter OVH als zuverlässig gegen DDoS-Angriffe. Sicherlich ist es nicht verkehrt, einen Anbieter zu Rate zu ziehen, der eine DDoS-Protection im dreistelligen Gbit/s Bereich anbietet. Hier sollten man aber auch das kleingedruckte lesen. HabboST nutzt seit neuem zum Beispiel den Anbieter BlazingFast, der sich ebenfalls auf DDoS-Abwehr spezialisiert hat. Andere Retros vertrauen immer noch OVH.

Dennoch zeigen die aktuellsten Entwicklungen, dass ein normal geschützter Server nicht immer ausreicht, um einen Angriff abzuwehren. Gerade die OVH DDoS-Protection hat auch Schwächen und filtert nicht alles einwandfrei oder rechtzeitig und es tauchen immer wieder Bypasses auf. Hier sprechen wir allerdings schon von den richtig starken Angriffen, die mittlerweile von einfach erwerbbaren Bootern im Internet ausgeführt werden und deshalb keine all zu große Seltenheit mehr sind.

Den Hotelbesitzern bleibt meistens keine andere Möglichkeit, als in weitere Hardware Firewall zu investieren, sei es von externen Anbietern, neue IP-Adressen zu kaufen oder das Hotel auf mehrere Server aufzuteilen. Zwangsweise gehen damit finanzielle Nachteile als auch Nachteile in der Performance einher – die nicht sein müssten, wenn es keine Hater geben würde, die anderen nicht den Erfolg gönnen.

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