12. Oktober 2016 0 Kommentare TechnikAllgemeinRetro Hotels

Google Chrome 53 blockt bereits Flash Inhalte

Schenkt man einigen Statistiken glauben, so ist Google Chrome der meistbenutzte Browser weltweit. Vor allem im europäischen Bereich und auch hierzulande dominiert der Browser von Chrome bei weitem. Zu den einzig ernstzunehmenden Konkurrenten gehören der Internet Explorer sowie Firefox, und letzterer hat sich schon länger gegen Flash entschieden.

Mit der neuen Chrome 53 Version, die am 03. September des Jahres, also schon vor einem Monat veröffentlicht wurde, wurde die Flash Unterstützung allgemein runtergeschraubt. Demnach werden HTML5-Inhalte auf Internetseiten gegenüber von Flash-Inhalten bevorzugt angezeigt. Sofern keine Alternative auf der Webseite besteht, wird der Flash Inhalt dennoch abgespielt. Hintergrund dessen ist, dass Flash immer unbeliebter und vergleichsweise ineffizienter wird. Das Anzeigen von Flash Inhalten fordert zum einen einen starken Akku, mehr Leistung und stellt gleichzeitig hohe Sicherheitsrisiken dar. Schon in Vergangenheit hat man oft negative Erfahrungen mit Flash gemacht. Flash stirbt aus, zwar langsam, aber sicher.

Doch was bedeutet das für Sulake und Habbo?

Habbo basiert seit dem Umstieg im Jahr 2009 auf Adobe Flash. Die davorigen Versionen von 2000 bis 2008 fundierten noch auf Adobe Shockwave Flash, auch diese Version galt damals als veraltet und Sulake musste schließlich auf die neue Version umsteigen. Der Prozess des Umstiegs und die damit verbundene BETA-Phase des Hotels im Jahr 2009 kam bei vielen der “Oldies” nicht gut an – ein Spielerverlust war selbstverständlich, auch, wenn dieser Schritt technisch zur Erhaltung des Hotels nötig war. Und warum? Heute wissen wir es besser: Vor dem Abspielen von Shockwave Flash Inhalten müssen wir dies mittlerweile manuell im Browser erlauben, ansonsten wird der Inhalt nicht abgespielt.

Dem Flash Player droht möglicherweise das selbe Schicksal. Zum aktuellen Zeitpunkt geht keine Gefahr für das offizielle Habbo Hotel oder für die Retro Hotels aus, da alle gängigen Browser Flash zwar nicht bevorzugen, allerdings immer noch ohne Mittelweg unterstützen. Wie das allerdings nächstes Jahr zum selben Zeitpunkt aussehen wird steht in den Sternen. Andererseits werden dabei Bedenken groß, wie es aussieht, wenn Google Chrome und andere Browser Flash endgültig abschaffen. Wie einer der Chrome Lead Developer schon im Sommer des Jahres sagte, werde man sich immer weiter von Flash distanzieren wollen. Sulake müsste zur Erhaltung des Hotels da mitmachen.

Denkbar wäre also ein Umstieg. Allerdings wird sich dieser wesentlich komplexer gestalten. Denn damals müsste man nur von einer Flash Version auf die andere umsteigen, heutzutage müsste man von einem System auf ein komplett anderes umschweifen. Wegen der Abschaffung damals angesagter – aber heute nicht mehr aktueller – Techniken mussten schon andere Anbieter von Onlinegames die Pforten schließen.

Bestes Beispiel: EA’s Battlefield Play4Free

Battlefield Play4Free war ein kostenloser Ableger der Battlefield Serie, welche man kostenlos im Multiplayer spielen konnte. Die User mussten zwar das Spiel installieren, zum Starten des Spiels nutzte das Spiel jedoch eine sogenannte NACL-Technologie von Google Chrome (Google Native Client). Im Juni letzten Jahres hat Google Chrome mit einer neuen Version die NACL-Technologie jedoch wegen Sicherheitsrisiken im Standardmodus abgeschaltet. Nutzer, die fortan das Spiel spielen wollten, mussten zunächst die Einstellung manuell anpassen. Zwei Wochen nach dieser Ankündigung wurde Battlefield Play4Free geschlossen, da es in einer Stellungsnahme von Google Chrome hieß, dass man die NACL-Unterstützung bis September endgültig abschaffen wollte. EA hätte wahrscheinlich zusätzliche Arbeit, Zeit und Gelder investieren müssen, um das Spiel umzukrämpeln und unabhängig von der bestehenden Technologie zu machen. Offenbar hat sich dieses Prozedere nicht mehr gelohnt, weshalb der Onlinedienst seine Pforten schloss.

Und wann wird Adobe Flash abgeschafft? Zum aktuellen Zeitpunkt ist nur eines klar – die Ampel steht auf gelb. Fraglich, wie lange.

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